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Symposium Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst
 Mi. 12.9.01     Symposiumseröffnung 

19.00 Uhr
Eröffnung des Symposiums "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst"


Prof. Dr. Peter-Klaus Schuster
(Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin)
 
Dokument/e:
  Eröffnung des Symposiums "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst" (Audio)
 
  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     

19.15 Uhr
Einführung in das Ausstellungsprojekt „Kunst als Wissenschaft – Wissenschaft als Kunst“


Dr. Eugen Blume
(Hamburger Bahnhof)
Eckhart Gillen
(Museumspädagogischer Dienst Berlin)
 
Dokument/e:
  Einführung in das Ausstellungsprojekt "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst" (Audio)
  Einführung in das Ausstellungsprojekt "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst" (Text)
  Introduction to the Exhibition Project "Art as Science - Science as Art" (Text)
 
  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     

19.30 Uhr
Rundtischgespräch: „Kunstgeschichte und Klimaforschung“

Moderation: Eberhard Sens (Sender Freies Berlin)

Dr. Bärbel Hedinger
(Altonaer Museum Hamburg)
Prof. Dr. Jan Kelch
(Gemäldegalerie Berlin)
Prof. Dr. Jörg Negendank
(GeoForschungsZentrum Potsdam)
Franz Ossing
(GeoForschungsZentrum Potsdam)
 
Dokument/e:
  Rundtischgespräch: Kunstgeschichte und Klimaforschung (Audio)
 

  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     

20.30 Uhr
Die Halbinsel Europa als Garten

Vortrag

Die Methoden des Künstlers – die Methoden des Wissenschaftlers. Wie sie zusammen kommen und wie sie niemals zusammenkommen können.

Gemeinsam sind ihnen Experiment, Abstraktion, Ausdruck. Die Unterschiede liegen in der Praxis, im Prozess, im Glaubens- und Wertesystem sowie im Resultat. Die wissenschaftliche Methode erfordert zur Untermauerung ihrer Theorie oder ihres Konzepts überzeugende Beweise, während die künstlerische Methode an sich experimentell ist. Das vom Künstler geschaffene Werk ist für ihn wahr, wirksam, berechtigt oder wertvoll, weil es ist, was es ist. Seine Evidenz ist allein in seiner Existenz gegründet.

Häufig teilen sich Wissenschaft und Kunst erzählerische Eigenschaften insofern, als ihre Entstehungsgeschichte in Abstraktion eingebettet ist. Viele Wissenschaftler und viele Künstler arbeiten mit Blick auf ihre jeweiligen Gemeinschaften, damit diese an ihr Werk glauben und es unterstützen. Daher gilt, daß die Ausübenden beider Disziplinen sowohl Schaffende sind als auch durch ihre Gemeinschaft, in der sie arbeiten, geschaffen werden. Am Ende bleibt immer ein Widerspruch, da die Ausübenden beider Bereiche Kontinuität in einer Welt suchen, die sich im Fluß befindet.

Die Künstler werden diese Ideen im Kontext ihrer eigenen und anderer Künstler Werke ansprechen wie auch eigene Interaktionen mit Wissenschaftlern und deren Projekten.

Newton Harrison
(Künstler, San Diego)
Helen Mayer Harrison
(Künstlerin, San Diego)
 
Dokument/e:
  The Peninsula of Europa as Garden (Audio)
 

  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     

21.00 Uhr
Grußwort zum Symposium "Kunst als Wissenschaft- Wissenschaft als Kunst"


Prof. Dr. med. Detlev Ganten
(Direktor des Max Delbrück Zentrums für Molekulare Medizin Berlin-Buch)
 
Dokument/e:
  Grußwort zum Symposium "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst" (Audio)
 
  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     
 Do. 13.9.01     Kunstgeschichte und Atomphysik 

17.00 Uhr
Rundtischgespräch: Neutronen - Autoradiographie und Gemäldeanalysen

Die gebräuchlichen fotographischen Methoden der Gemäldetiefenanalyse können nur wenige Farben nachweisen, die unter darüberliegenden Malschichten verborgen sind. Dabei werden Strahlen verwendet, die aufgrund ihrer Wellenlänge in tiefere Malschichten eindringen und diese durch Reflexion oder Absorption auf einem Film sichtbar machen: In der Infrarotaufnahme werden durch Reflexion der Strahlung schwarze Farben auf hellem Grund sichtbar (z.B. Vorzeichnungen). Bei der Röntgenaufnahme absorbiert dichtes Material die Röntgenstrahlung und vermindert die Schwärzung des Films, wodurch hauptsächlich Malschichten sichtbar werden, die bleihaltige Pigmente enthalten. Mit Hilfe der Neutronen-Autoradiographie, die zur Zeit weltweit nur von der Gemäldegalerie angewendet wird, können mit verschiedenen Pigmenten gefärbte tieferliegende Malschichten sichtbar gemacht werden. Dazu wird das Gemälde mit Neutronen bestrahlt, von denen einige in die Atomkerne der Pigmente eingebaut werden. Dabei wird das Gemälde schwach radioaktiv. Intensität und Dauer der abgegebenen Strahlung sind abhängig von der Halbwertszeit der unterschiedlichen Bestandteile und vermögen so eine Abfolge mehrerer Filmauflagen zu schwärzen. Durch gleichzeitige Energiemessung der Strahlung kann diese identifiziert und den unterschiedlichen Pigmenten zugeordnet werden. Auf diese Weise werden Untermalungen, Konzeptionsänderungen bzw. Korrekturen während des Malvorganges, schließlich auch die Technik des Farbauftrages feststellbar.

Moderation: Claudia Henne (Sender Freies Berlin)

Prof. Dr. Jan Kelch
(Gemäldegalerie Berlin)
Claudia Laurenze-Landsberg
(Gemäldegalerie Berlin)
Dr. Birgit Schröder-Smeibidl
(Hahn-Meitner-Institut Berlin)
 
Dokument/e:
  Rundtischgespräch: Neutronen - Autoradiographie und Gemäldeanalysen (Audio)
 

  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     


Röntgenfeinstrukturanalyse der Pigmente eines altägyptischen Mumienportraits
18.00 Uhr
Rundtischgespräch: Materialanalyse, Altersbestimmung und Massenspektrometrie

Durchstrahlungstechniken
Bei der Untersuchung kulturgeschichtlicher Objekte geben Durchstrahlungstechniken, die uns heute in vielfältiger Form zur Verfügung stehen, wichtige Informationen zur Herstellungstechnik und zum inneren Aufbau von Kunstwerken. Bei der Gemäldeuntersuchung ist die Röntgenaufnahme eine wichtige Hilfe beim Studium der Maltechnik. Die Computertomographie ließ die Entstehung von Nofretete und der Königin Teje erkennen. Die Technik des Gusses dickwandiger Bronzeskulpturen konnte durch die Gammaradiographie erforscht werden, während die Elektronenradiographie zur Entstehung von Buchmalereien und Graphiken neue Erkenntnisse lieferte.

Materialanalyse
Ein wichtiges Ziel der Analyse des Materials kulturgeschichtlicher Objekte ist es, einerseits mit möglichst wenig Probenmaterial oder ohne die Entnahme von Materialproben auszukommen und andererseits umfassende Informationen über die Zusammensetzung zu erhalten. Dies gelingt mit kernphysikalischen Techniken - etwa der Neutronenaktivierungsanalyse, der Bestrahlung mit Protonen bei der PIXE-Technik oder dem Einsatz des Synchrotrons -, die der Untersuchung von Kunstwerken neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen.

Altersbestimmung
Seit der Entdeckung der Radiokarbonmethode vor ca. 60 Jahren hat sich die Zahl der Verfahren zur Bestimmung des absoluten Alters kulturgeschichtlicher Objekte mit Hilfe kernphysikalischer Methoden, die auf dem Zerfall von Isotopen oder der Wirkung der Kernstrahlung aufbauen, erheblich vergrößert. Heute lassen sich neben den kohlenstoffhaltigen Materialien auch einzelne Metalle, Farben der Malerei, Gesteine, Gläser und Keramiken nach verschiedenen Verfahren zuverlässig datieren.

Massenspektrometrie
Ein wichtiges Ziel der Massenspektrometrie ist die Analyse von Isotopen radioaktiver Elemente. Sie helfen bei der Bestimmung des absoluten Alters von Kunstwerken, aber auch bei Suche nach der Herkunft von Werkstoffen kulturgeschichtlicher Objekte. So unterscheiden sich Marmore unterschiedlicher Herkunft deutlich durch ihre Kohlenstoff- und Sauerstoffisotope; Obsidianlagerstätten können durch Isotope des Rubidiums und Strontiums ermittelt werden. Bei bleihaltigen Materialien wie Metalllegierungen, Bleifarben, Bleigläser- und Bleiglasuren gibt das Verhältnis der Bleiisotope Hinweise auf die Lagerstätten des Bleis.
(Abstract)

Moderation: Jean-Paul Picaber (Auslandskorrespondent, Le Figaro)

Dr. Andrea Denker
(Hahn-Meitner-Institut (HMI), Berlin-Wannsee)
Prof. Dr. Ing. Eberhard Mundry
(Berlin)
Prof. Dr. Josef Riederer
(Rathgen Forschungslabor Berlin)
Prof. Dr. Dietrich Wildung
(Ägyptisches Museum Berlin)
 
Dokument/e:
  Rundtischgespräch: Materialanalyse, Altersbestimmung und Massenspektrometrie (Audio)
 

  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     

19.00 Uhr
Neutronen - Autoradiographie und Gemäldeanalysen; Materialanalyse, Altersbestimmung und Massenspektrometrie

Führung

  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     
 Fr. 14.9.01     Die Wirklichkeit des Symbols 

16.00 Uhr
Lesung von Durs Grünbein


Durs Grünbein
(Dichter, Berlin)
 
Dokument/e:
  Lesung von Durs Grünbein (Audio)
 
  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     

16.15 Uhr
„Die Wissenschaft denkt nicht“

Vortrag

Prof. Dr. rer nat. Dr. phil. Olaf Breidbach
(Universität Jena)
Durs Grünbein
(Dichter, Berlin)
 
Dokument/e:
  Gespräch: "Die Wissenschaft denkt nicht" (Audio)
 

  : Wandelhalle der Gemäldegalerie Berlin  
     


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