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Das Historische Waisenhaus


"Die Quelle als Inspiration" - Historische Quellen in der zeitgenössischen Kunst
 
Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen zu Halle vom 18. Juni bis 01. September 2002 mit begleitendem Vortragsprogramm

Die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen im Wissenschaftsjahr 2002 in Halle eröffnet einen Diskurs zwischen dem historischen Wissen zur Zeit des Pietisten August Hermann Francke und der Kunst der Gegenwart. Acht Künstler setzen sich mit den Inhalten historischer Quellen und Zeugnissen der Stiftungen im Kontext der Wissenschaft auseinander. Sie folgen den wissenschaftlichen Themenbereichen, die August Hermann Francke in seinen Glauchaischen Anstalten Anfang des 18. Jahrhunderts praktizierte oder anregte: der Theologie, Pädagogik, Orientalistik, Medizin, Pharmazie und Kameralistik. An der Ausstellung nehmen Parastou Forouhar, Harald Fuchs, Sabine Gross, Hörner/Antlfinger, Mechthild Lobisch, Una H. Moehrke und Judith Walgenbach teil. Dazu findet begleitend die Vortragsreihe "Kunst und Wissenschaft" statt, in deren Rahmen auch der Katalog zur Ausstellung am 26. Juni vorgestellt wird.

Mit der Ausstellung bieten die Stiftungen einen speziellen Beitrag zu dem gegenwärtigen Diskurs zwischen Wissenschaft und Kunst. Das Verhältnis beider Disziplinen dient als thematische Klammer für die Auswahl künstlerischer Arbeiten, die sich ohne eine gattungsspezifische Einengung mit verschiedenen Bereichen der Wissenschaften in Bezug setzen. Schwerpunkt ist nicht primär die Reflexion der neuen Beziehungen zwischen Kunst und Wissenschaft, sondern die Herstellung eines Bezugs zu den historischen Grundlagen, den verschiedenen Sammlungsbereichen der Franckeschen Stiftungen. Damit spannt die Ausstellung einen Bogen von der Vergangenheit der Stiftungen in die Gegenwart und veranschaulicht, dass die Wissenschaften auch heute zukunftsorientiert in der Bibliothek und dem Archiv der Stiftungen, wie auch in dem Pietismus- und Aufklärungszentrum gepflegt werden.

August Hermann Francke, um 1692 einer der ersten Professoren und 1717 Prorektor der Halleschen Universität, war als praktizierender Pietist immer zugleich auch Wissenschaftler. Was mit einem historischen Waisenhaus begann, führte zur Gründung einer autonomen Schulstadt mit über den preussischen Staat hinausgehendem weltweiten Einfluss. Dabei war Francke wohl weniger Wissenschaftler im klassischen Sinne, als vielmehr Wissensvermittler im praxisorientierten Zusammenhang und durch seine Glaubenshaltung begnadet, alle Inhalte zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenzubündeln.

Die Themen und die Künstler:

Die Vernetzung der Wissensbereiche und die anschauliche Wissensvermittlung - Sabine Gross: Multiversum

Die Theologie Franckes - Una H. Moehrke: Herzindex

Die Pädagogik - Judith Walgenbach: Hefeteig - Eine eigenwillige Masse

Die Wissenschaft der Orientalistik - Parastou Forouhar: Orientalische Wunderkammer

Die historischen Quellen zur Medizin - Hörner/Antlfinger: Modell Juvenile

Die Pharmazie - Harald Fuchs: Geheime Botschaft an August Hermann Francke

Die Kameralistik, Verwaltungs- und Wirtschaftslehre - Mechthild Lobisch: Ordnung – Um – Ordnung

Website der Franckeschen Stiftungen zu Halle





 
2002
 "Die Quelle als Inspiration" - Historische Quellen in der zeitgenössischen Kunst
 "Kunst und Wissenschaft" - Vorträge
2001


 
           
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