English | Deutsch















      
The Wunderblock (Text)

Text Vortrag, 9 Seiten, Acrobat Reader (*.pdf)
Englische Übersetzung des deutschen Originaltextes

Die kurze "Notiz über den Wunderblock" gehört deswegen zu den Schlüsseltexten Sigmund Freuds, weil sie auf ebenso prägnante wie exemplarische Weise sein Denken zwischen Modell, Analogie und Metapher/Bild vor Augen führt - und zugleich die Schwierigkeiten der Psychoanalyse und ihres wissenschaftlichen Anspruchs zwischen Präzision und Unschärfe demonstriert. In seiner Installation "Wunderblock" nimmt der amerikanische Künstler Arnold Dreyblatt den Freudschen Text beim Wort, indem seine digitale Realisierung ständig Schrift-Spuren dieses Textes - gewissermaßen als Bahnungen - prozessiert. Auf diese Weise überlagern sich dem Freudschen Modell des psychischen Apparats die "Gedächtnisprozesse" des Computers (RAM/ROM), um darüberhinaus mit ästhetischen Verfahren (´automatic writing´) kombiniert zu werden.

In einer Reihe von Marginalien wird Thomas Fechner-Smarsly Dreyblatts (und Freuds) Spiel mit optischen Metaphern und Bildern des Gedächtnisses, ihrer 'Wörtlichkeit' und ihrer räumlich-bildlichen Topik, etwa von Tiefe und Oberfläche, nachgehen und zur Frage nach der Visualisierung von Unlesbarkeit und ihren Folgen zuspitzen.

Arnold Dreyblatt (Künstler, Berlin)
Thomas Fechner-Smarsly (Kunstkritiker, Bonn)

Zur Veranstaltung:
The Wunderblock



 
Museumsinformation Berlin: 030-24 74 98 88
Kontakt